Mit
den Fünf Fenstern auf Musik für Streichquartett
nach 1950 gab es in Berlin erstmals die Gelegenheit, aus diesem
Hunderte von Werken umfassenden Repertoire eine repräsentative
Auswahl richtungweisender Kompositionen zu erleben. Sie ermöglichten
eine Standortbestimmung dieser Gattung, die - als eine der wenigen
tradierten - in den letzten 50 Jahren ihre Bedeutung nicht nur erhalten,
sondern sogar ausbauen konnte.
Die geballte Energie von Streichquartett pur wurde an fünf
Abenden entfesselt, die sich jeweils einem prominenten Thema der
neuen Musik widmeten. Wiederaufführungen sanden dabei im Vordergrund
und ermöglichten dieser Musik eine intensivierte Rezeption,
die ihr in der Uraufführungskultur des Neue-Musik-Betriebs
oft versagt bleibt. Teil der kommunikativen Atmosphäre der
Konzerte, in der sich auch das Publikum einbringen konnte, sind
die im Anschluss an die Konzerte stattfindenden offenen Gesprächsrunden
mit den eingeladenen Komponisten und den Quartettmitgliedern. Das
Kesselhaus der Kulturbrauerei bot mit seiner werkstattartigen und
mobilen Struktur sowie seiner Bar den passenden Rahmen.
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Wiederaufführungen
standen im Vordergrund und ermöglichen dieser Musik eine intensivere
Rezeption, die ihr in der Uraufführungskultur des Neue-Musik-Betriebs
oft versagt bleibt. Die Zweiteilung zwischen Publikum und Interpreten
konnte durchbrochen werden, indem den vielfach als beispielhaft
klassifizierten Interpretationen des Quartetts offene Gesprächsrunden
zwischen Komponisten, Quartett und Publikum (bei einem Glas Wein)
folgten.
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